Zur Geschichte Darmstadts

Darmstadt entstand aus einer kleinen Siedlung, erstmals 1013 urkundlich erwähnt unter dem Namen „Darmundestat“. Zu Beginn des 14. Jahrhunderts war Darmstadt unter der Lehnsherrschaft der Grafen von Katzenelnbogen auf ca. 1.000 Einwohner angewachsen und erhielt 1330 von Kaiser Ludwig dem Bayern die Stadtrechte. 1479 fiel Darmstadt durch Erbschaft an den Landgraf Heinrich III. von Hessen und wurde 1567 Residenz und Verwaltungssitz dieser Landgrafschaft. Zur Zeit der napoleonischen Kriege 1806 wurde der damals herrschend Landgraf. Ludwig X. zur Belohnung für seinen Beitritt in den Rheinbund zum Großherzog erhoben und die Landgrafschaft zum Großherzogtum mit der Hauptstadt Darmstadt gemacht. Mit der Einführung der Städteordnung 1874 bekam Darmstadt erstmalig einen hauptamtlichen Bürgermeister und wurde nach der Absetzung des letzten Großherzogs 1918/19 endgültig zu einem republikanischen Gemeinwesen mit kommunaler Selbstverwaltung. Trotz seiner fast vollständigen Zerstörung im Jahr 1944 durch einen Luftangriff hat sich Darmstadt in den letzten 100 Jahren zu einer modernen und weltoffenen Großstadt mit heute 154.000 Einwohnern und 122 qkm Fläche entwickelt mit einem ganz besonderen Flair entwickelt: In ihr vereinigen sich Tradition und liebenswert-selbstironische Provinzialität einer alten herzoglichen Residenzstadt mit der Aufgeschlossenheit und Lebendigkeit eines national und international hochangesehen Zentrums wissenschaftlicher und künstlerischer Tätigkeit und eines bedeutenden Wirtschaftsstandorts.

Darmstadt ist überschaubar geblieben und bietet seinen Einwohnern mit seinem breitgefächerten und traditionsreichen kulturellen Einrichtungen im Verein mit seiner wunderschönen Umgebung am Rande des Odenwaldes, seinen gepflegten Parks und Villenvierteln eine Lebensqualität, die für eine Stadt dieser Größenordnung ganz ungewöhnlich ist.

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Stand: 01/2018
© Rotary Club Darmstadt e.V.